Seifenblasen

Alle Menschen lassen sich gern von Seifenblasen verzaubern – sie sind geheimnisvoll, wunderschön und physikalisch hochkompliziert!



Auch Mark Twain liebte Seifenblasen:

„Ich frage mich, wieviel es kosten würde, eine Seifenblase zu kaufen, wenn es nur eine einzige auf der Welt gäbe?“

(Mark Twain: amerikanischer Schriftsteller, bekannt u.a. durch die Bücher „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“)

So kam die Seifenblase in die Welt:

Es war einmal vor ungefähr 5000 Jahren, als ein Mensch, der gerne immer sauber sein wollte, die Seife erfand. Und dabei schwebten die ersten Seifenblasen durch die Welt.
Aber diese Seifenblasen waren nicht einfach herzustellen und sie wollten einfach nicht lange halten…selbst, wenn man sich auf den Kopf stellte…
Hunderte von Jahren lang rührten die Kinder Seife und Wasser in einer Schüssel zusammen, tunkten Strohhalme hinein und pusteten ganz vorsichtig. Leider entstand so immer nur eine Seifenblase, die ganz kurz mit ihren schönen bunten Farben durch die Luft schwebte und dann ganz schnell wieder verschwand…

Eines Tages dann – im Jahr 1948 - erfand ein Chemiker namens Rolf Hein ein neues Waschmittel!
Doch – o weh! – das Waschmittel taugte zum Wäschewaschen gar nicht.
Doch Seifenblasen konnte man damit erzeugen – und sie waren wunderschön und hielten lang!

Da wußte Herr Hein: das wird ein wunderbares Spielzeug.
Flugs wurde alles in Aluminiumröhrchen verpackt, zurerst die Seifenblasenflüssigkeit, dann ein Blasring aus Federdraht dazu, und zu guter Letzt wurde alles mit einem Korken verschlossen.
Das große Seifenblasen-Schweben begann!

Und weil dieses Spielzeug allen Menschen so viel Freude geschenkt hat, zog es in die weite Welt hinaus.
Heute werden jedes Jahr unvorstellbare, unglaubliche (!) 5 Millionen Röhrchen mit 500 000 Litern Pustefix-Flüssigkeit hergestellt – aber wenn ihr wissen wollt, woraus diese Flüssigkeit denn nun besteht, muß ich euch enttäuschen – pst! – das Rezept ist streng geheim!
Und die Seifenblasen schweben schillernd durch die Luft, bis sie dann zerplatzen mit einem kleinen „Plopp“…


Kleine Seifenblasenkunde:

Wie entstehen denn eigentlich die schönen Seifenblasen?
Warum gibt es keine eckigen oder wenigstens ovale Seifenblasen, warum sind sie immer rund?

Seifenblasen suchen sich die ideale geometrische Figur, die mit möglichst wenig Seifenlösung möglichst viel Volumen umschließt – und das ist die Kugel.
Darum werden Seifenblasen auch immer rund, ganz egal welche Form der Pusteapparat hat.
Seifenblasenherzen gibt es leider nicht…


Die kugelige Seifenblase hat die ideale Form und doch geht sie ziemlich schnell kaputt – sie platzt einfach.
Aber warum?

Die Haut der Seifenblase besteht aus Seifenflüssigkeit und diese fließt – gezogen von der Schwerkraft – nach unten.
Die Haut oben an der Seifenblase wird dann immer dünner bis sie schließlich platzt.
Plopp!

Solange die Seifenhaut noch die schönen bunten Farben zeigt, ist sie dick, aber sobald sie durchsichtig wird und fast nicht mehr zu sehen ist, wird die hübsche Seifenblase gleich verschwinden…



Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim "Blättern" in unseren Seiten mit Infos zu den Seifenblasen-Events.

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Ralf Esslinger
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